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HVO: Aufschlag zu B7-Diesel an Tankstellen sinkt weiter
HVO: Aufschlag zu B7-Diesel an Tankstellen sinkt weiter
Hamburg, 11 March (Argus) — Der Preisaufschlag von HVO100 zu B7-Diesel an Zapfsäulen in Deutschland ist im März noch einmal zurückgegangen. Dies ist primär auf den rasanten Preisanstieg von fossilem Diesel im Zuge des Iran-Krieges zurückzuführen. Aktuell beträgt der Aufpreis an vielen Tankstellen nur noch zwischen 8 ct/l und 10 ct/l. Dies ergibt eine Argus -Analyse auf Basis der Daten von clever-tanken und Auskünften von Tankstellenbetreibern. Im Januar lag die Differenz noch bei rund 12 ct/l. Im Herbst 2025 wurden vereinzelt sogar Aufschläge zwischen 16 ct/l und 19 ct/l beobachtet. Im März 2026 zeigen sich zudem starke Unterschiede in der Preisgestaltung: Einige Tankstellen verlangen weiterhin höhere Aufschläge, um Einkaufskosten abzudecken, während einzelne Betreiber HVO100 sogar auf demselben Preisniveau wie B7-Diesel anbieten, um das Produkt stärker im Endkundenmarkt zu etablieren. Händler und Betreiber führen die Preisentwicklung an den Zapfsäulen vor allem auf die deutlich gesunkenen Großhandelsdifferenzen zurück. Diese waren im März auf ein historisches Tief von rund 2,30 €/100 l gefallen. In der Region Süd war HVO sogar kurzzeitig günstiger als Diesel. Da viele Inverkehrbringer ihre HVO-Preise weiterhin an Dieselbenchmarks koppeln, wirkt sich die starke Volatilität der Dieselpreise im Großhandel — verursacht durch den jüngsten Preisanstieg der ICE Gasoil Futures im Zuge des Iran-Konfliktes — teilweise auch auf HVO aus. Diese Benchmarks sind aber nur ein Bestandteil der Preisgestaltung für HVO. Die Grundstoffe für die Herstellung von HVO sind gleichzeitig deutlich weniger volatil. Entsprechend nimmt der Preiswettbewerb an der Zapfsäule zu. Kontinuierlicher Nachfrageanstieg Besonders Flottenbetreiber fragen vermehrt HVO nach, während private Verbraucher laut Händlern bislang eher moderate Mengen abrufen. Mehrere Tankstellenbetreiber berichten gegenüber Argus , dass die HVO-Nachfrage an Tankstellen für Industriekunden teilweise zwischen 60 m³ und 70 m³ pro Monat liegt. Tankstellen mit einem größeren Fokus auf Privatkunden setzen vielerorts zwischen 10 m³ und 15 m³ HVO pro Monat um. Absatzmengen an Tankstellen mit gemischter Kundschaft lägen zwischen 25 m³ und 35 m³ pro Monat, allerdings kommt es auch hier zu regionalen Unterschieden. Für 2025 schätzt Argus den Gesamtverbrauch in Deutschland auf rund 1,2 Mrd. l, während der Markt 2026 auf etwa 2,6 Mrd. l wachsen könnte. Dieser stetige Zuwachs ist primär auf gesetzliche Vorgaben wie die Treibhausgasminderungsquote zurückzuführen, welche unter anderem durch das Inverkehrbringen von HVO erfüllt werden kann. Auch sorgt der Anstieg der CO2-Bepreisung für einen Nachfrageanstieg, da die Preise von konventionellen Diesel dadurch tendenziell steigen, während HVO hiervon nicht betroffen ist. Von Marcel Pott Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
USA: Ausnahme für Rosneft Deutschland unbefristet
USA: Ausnahme für Rosneft Deutschland unbefristet
Hamburg, 5 March (Argus) — Das US-Finanzministerium hat Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing unbefristet von Sanktionen gegen das russische Mutterunternehmen ausgenommen. Dies gab das Finanzministerium am 5. März in einer Pressemitteilung bekannt. Zuletzt bestätigte das Finanzministerium in den Vereinigten Staaten eine sechsmonatige Ausnahmeregelung für die deutschen Töchter des russischen Staatskonzern Rosneft. Diese Frist wäre ohne eine Verlängerung am 28. März ausgelaufen. Ab dann wären sowohl Rosneft Deutschland als auch RN Refining & Marketing von den US-Sanktionen gegen das russische Mutterunternehmen betroffen gewesen. Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing vereinen rund 13 % der deutschen Raffineriekapazität unter sich. Die unbefristete Verlängerung dürfte Gewissheit im Markt schaffen. Zuvor war noch unklar, ob und in welchem Umfang Sanktionen auch auf die deutschen Töchter angewendet werden könnten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ordnete am 26. Februar eine ebenfalls unbefristete Treuhandverwaltung von Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing an . Zuvor war auch hierfür alle sechs Monate eine Verlängerung notwendig. Seit der Novellierung des Außenwirtschaftsgesetzes am 05. Februar ist dies nicht mehr notwendig. Stattdessen ist die Dauer der Treuhand nun an die Dauer der Sanktionen geknüpft, um mehr Sicherheit für den deutschen Markt zu schaffen. Für diesen Zweck hat die EU-Kommission am 20. Februar der Bundesregierung in einem regulären Fusionkontrollverfahren gestattet, die alleinige Kontrolle über Rosneft Deutschland zu erwerben . Von Natalie Müller Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Nahost-Eskalation treibt Preise
Nahost-Eskalation treibt Preise
Hamburg, 2 March (Argus) — Am 2. März steigen die Inlandspreise für Heizöl, Diesel und Benzin im Vergleich zum Freitag der Vorwoche deutlich an. Der Grund ist der koordinierte Angriff auf den Iran durch die USA und Israel und die darauffolgenden Vergeltungsschläge durch Teheran. Anbieter erhöhten ihre Heizölpreise am Montag im Vergleich zum 27. Februar bundesdurchschnittlich um rund 13 €/100l für Heizöl und Diesel und gut 7 €/100l für Benzin. Bereinigt von der CO2-Steuer erreichte der Heizölpreis das höchste Niveau seit November 2022. Damals trieb die Meldung, dass die OPEC+ Allianz ihre Förderung um 2 Mio. bl/Tag kürzen wird die ICE Gasoil Futures — das war die größte Drosselung der Produktion seit 2020. Auch die Einigung auf ein neues Sanktionspaket der EU gegen Russland stärkte zu der Zeit die Kurse. Die Furcht vor weiter steigenden Preisen motivierte vor allem Heizölendverbraucher zum Kauf. Viele deckten sich bereits am Vormittag mit Heizöl ein. Die an Argus gesendeten Heizölmengen am 2. März waren mit über 40.000 m³ so hoch wie zuletzt Anfang Mai 2022, als die Furcht vor den Folgen eines EU-Embargos auf russisches Öl für eine Verdreifachung der Heizölnachfrage im Wochenvergleich sorgte. Die Frontmonat der ICE Gasoil Futures erreichte am Montagmorgen ein Intraday-Hoch von 922,50 $/t — ein Anstieg um 169,75 $/t beziehungsweise 23 % seit Handelsschluss am Freitag. Damit erreichten sie das höchste Niveau seit Oktober 2023. Die USA und Israel haben am 28. Februar Angriffe auf den Iran durchgeführt, bei denen Ayatollah Ali Khamenei, Irans oberster Führer seit 1989, getötet wurde. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Ziele in Israel und auf US-Stützpunkte in der Region wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Saudi Aramco hat die Ras Tanura Raffinerie (550.000 bl/Tag) an der Ostküste Saudi Arabiens geschlossen, nachdem sie am frühen Montag von Trümmern abgefangener iranischer Drohnen getroffen worden war. Staatsmedien sprachen von "begrenzten Schäden" und erklärten, dass die Belieferung des lokalen Marktes mit Produkten nicht beeinträchtigt sei. Mehrere Schiffe im Golf sollen zudem Funksprüche empfangen haben, dass die Straße von Hormus geschlossen sei. Eine unabhängige Bestätigung der Berichte steht aber noch aus. Arsenio Dominguez, der Staatssekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation der UN, riet Schiffen jedoch dazu, die Straße von Hormus zunächst zu meiden. Diese Eskalation erhöht das Risiko von Störungen der Öllieferungen deutlich. Europa verbraucht weit mehr Diesel und Flugkraftstoffe, als es produziert und ist daher stark auf Lieferungen aus dem Golfgebiet angewiesen, um diese Defizite zu decken. Laut Vortexa importierten die EU und das Vereinigtes Königreich 2025 zusammen mehr als 50 Mio. t Diesel und verwandte Gasoil Produkte sowie mehr als 25 Mio. t Jet Fuel. Rund ein Fünftel dieser Diesel und Gasoil Importe sowie etwa die Hälfte der Jet Fuel Importe passierten die Straße von Hormus. Von Amaar Khan, Josh Michalowski, Benedict George und Gabriele Zindel Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
EU: Bund darf Rosneft Deutschland übernehmen
EU: Bund darf Rosneft Deutschland übernehmen
Hamburg, 20 February (Argus) — Die EU Kommission hat am 20. Februar entschieden, dass die Bundesrepublik die alleinige Kontrolle über Rosneft Deutschland erwerben darf. Die Kommission hat eine entsprechende Anmeldung bereits am 28. Januar erhalten. Ob eine Übernahme tatsächlich stattfinden wird ist jedoch noch unklar. Die Entscheidung betrifft die Rosneft Deutschland GmbH sowie die RN Refining & Marketing GmbH und somit auch die Anteile, die die deutschen Töchter des russischen Staatskonzerns an den Raffinerien Bayernoil (215.000 bl/Tag) — an der Rosneft 28,57 % hält — Miro (310.000 bl/Tag; 24 %) und PCK (204.000 bl/Tag; 54,17 %) hält. Insgesamt kontrolliert Rosneft Deutschland nach Argus Berechnungen rund 14,3 % der deutschen Raffineriekapazitäten. Rosneft Deutschland steht seit 2022, kurz nach dem Beginn des Konfliktes gegen die Ukraine, unter Treuhandverwaltung durch das Bundeswirtschaftsministerium BMWE. Die Treuhand wurde bisher halbjährlich verlängert und gilt aktuell bis zum 10. März 2026. Im Januar verabschiedete die Bundesregierung eine Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes , in welcher die Dauer der Treuhand an die Sanktionen der USA gegen Rosneft geknüpft wurde. Das US-Finanzministerium bestätigte im Oktober zwar eine Ausnahmeregelung für die beiden deutschen Töchter von Rosneft, allerdings läuft diese am 29. April aus. Die Bundesregierung bindet sich laut Aussagen des BMWE derzeit in Gesprächen mit dem US-Finanzministerium bezüglich einer Verlängerung der Ausnahmeregelung. Noch ist unklar, ob die Bundesregierung nun tatsächlich vorhat, Rosneft Deutschland zu übernehmen. Das BMWE war für Fragen nicht zu erreichen. Von Max Steinhau Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
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