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Frist für erneuerbares Heizen verschoben
Frist für erneuerbares Heizen verschoben
Hamburg, 30 April (Argus) — Die Bundesregierung hat das Inkrafttreten der Pflicht zur Nutzung von mindestens 65 % erneuerbarer Energien in neu eingebauten Heizungssystemen verschoben. Gleichzeitig wird derzeit die vollständige Abschaffung der Regelung vorbereitet — indem das bisherige GEG durch ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt wird. Das Kabinett beschloss am 29. April eine Formulierungshilfe, mit der das Inkrafttreten von § 71 Absatz 1 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vom 1. Juli auf den 1. November 2026 verschoben wird, heißt es aus Koalitionskreisen. Der Paragraf sieht vor, dass beim Austausch von Heizungsanlagen in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern spätestens ab Juli 2026 Heizsysteme eingesetzt werden müssen, die zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden — etwa Wärmepumpen oder über den Einsatz von erneuerbaren Brennstoffen wie Biomethan oder biogenem Heizöl auf HVO Basis. Für kleinere Städte ist bislang eine Übergangsfrist bis Juli 2028 vorgesehen, während derer die Vorgabe ausschließlich für Neubauten in reinen Neugebieten gilt. Die jetzt geplante Anpassung soll noch vor dem 1. Juli von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Dazu wurde die Formulierungshilfe in ein bereits laufendes Gesetzgebungsverfahren eingebracht, um ein rechtzeitiges Inkrafttreten sicherzustellen, so mit dem Vorgang vertraute Quellen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) erklärte, die Maßnahme diene einem "rechtssicheren Übergang" vom bestehenden GEG zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Die 65-Prozent-Anforderung beim Heizungseinbau in Großstädten werde keine Geltung mehr erlangen, bevor sie mit Inkrafttreten des künftigen GMG aufgehoben werde, teilte das Ministerium mit. Das Gebäudemodernisierungsgesetz werde derzeit ressortübergreifend abschließend beraten und soll im Mai in das Kabinett eingebracht werden, erklärte das BMWE weiter. Am Ziel, das neue GMG zum 1. Juli 2026 in Kraft treten zu lassen, werde festgehalten. Da der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens bis dahin aber nicht gesichert sei, sei die vorgeschaltete Verschiebung der Frist aus dem GEG notwendig. Die Bundestagsfraktionen der CDU und SPD hatten am 24. Februar ein erstes Eckpunktepapier zum geplanten GMG vorgelegt. Dieses soll Verbraucher bei der Wahl ihres Heizungssystems weniger einschränken und eine sogenannte Bio-Treppe sowie eine Grüngasquote bzw. Grünölquote etablieren. Der Markt für Biomethan wartet nun schon seit Monaten auf die genaue Ausgestaltung dieses Gesetzes, da gerade im Wärmemarkt für Biomethan durch das GEG bisher ein großes Potenzial lag. Von Svea Winter Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
E-Fuel- und Wasserstoffquotenhandel nimmt langsam zu
E-Fuel- und Wasserstoffquotenhandel nimmt langsam zu
Hamburg, 28 April (Argus) — In Deutschland zeigen sich im Rahmen der nationalen Umsetzung der RED III erste Anzeichen für den Handel mit Treibhausgaseinsparungen auf Basis von synthetischen Kraftstoffen nicht-biogenen Ursprungs (RFNBOs), wie e-Fuels und grünem Wasserstoff. Die Aktivität bleibt bislang jedoch gering. Marktteilnehmer führten dies auf die spät finalisierte THG-Gesetzgebung sowie auf das weiterhin geringe Angebot an physischen RFNBOs zurück. Im EU-Ausland zeigt sich ein ähnliches Bild. Mehrere in den vergangenen Wochen gemeldete Transaktionen wurden laut Marktteilnehmern mit Rücktritts- oder Anpassungsklauseln versehen. Diese sahen vor, dass Verträge aufgehoben oder nachverhandelt werden können, sollte die endgültige Gesetzgebung wesentlich von den bis Vertragsschluss vorliegenden Entwürfen abweichen. Diese regulatorischen Unsicherheiten, welche vor der Finalisierung der THG-Gesetzgebung existierten, verhinderten laut Marktteilnehmern bislang einen nachhaltigen Anstieg der Liquidität. Die regulatorischen Rahmenbedingungen haben sich nun allerdings konkretisiert: Der Bundestag beschloss am 23. April eine Anhebung der Quote für erneuerbaren Wasserstoff im Straßenverkehr auf 1,5 % bis 2030. Zudem sollen RFNBOs bis Ende 2036 von einem dreifachen Anrechnungsfaktor auf die Treibhausgasminderungsquote profitieren. Der Gesetzentwurf liegt nun dem Bundesrat vor, dessen nächste Sitzung für den 8. Mai angesetzt ist. Der Entwurf sieht erstmals auch eine konkrete Strafzahlung von 120 €/GJ bei Nichterfüllung der RFNBO-Unterquote vor. Dies entspräche rund 14,40 €/kg Wasserstoff und liegt somit deutlich über gängigen Kostenschätzungen für erneuerbaren Wasserstoff in Deutschland. Marktteilnehmer werten diesen Sanktionsmechanismus als mittelfristigen Treiber für RFNBO-Liquidität in Deutschland, da das Inverkehrbringen von RFNBOs in Deutschland Treibhausgasminderungszertifikate generiert, die zur Erfüllung der allgemeinen THG-Quote eingesetzt werden können. Zusätzlich sind sie nötig zur Erfüllung der spezifischen RFNBO-Unterquote. In den Niederlanden wurden bislang noch keine Einsparungen aus RFNBO-Einsatz gehandelt. Die niederländische Umsetzung von RED III wurde jedoch jüngst verabschiedet und gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Der Marktfokus richtet sich unter anderem auf das Projekt Holland Hydrogen I von Shell in Rotterdam, das ab 2027 signifikante Mengen an erneuerbarem Wasserstoff liefern könnte. Im Vereinigten Königreich bleibt die Liquidität des Marktes für Development Renewable Transport Fuel Certificates (DRTFCs) ebenfalls schwach. Die Handelsaktivität konzentriert sich weiterhin auf die Zeiträume kurz vor Ende der Erfüllungsfristen, weshalb sich bislang kein kontinuierlich liquider Spotmarkt etabliert hat. Unabhängig von den unterschiedlichen nationalen Umsetzungen bestehen unter RED III grundsätzlich zwei Wege zur Generierung von RFNBO-Zertifikaten: Der erste Weg umfasst die direkte Bereitstellung von erneuerbarem Wasserstoff oder dessen Derivaten wie E-Methanol oder E-Methan für den Verkehrssektor. Der zweite Weg ist die sogenannte Raffinerieroute, bei der erneuerbarer Wasserstoff als Einsatzstoff bei der Herstellung von Kraftstoffen verwendet wird. Marktteilnehmer erwarten überwiegend, dass die Raffinerieroute den Großteil der Quotenerfüllung abdecken wird, da sie im Vergleich zur direkten Endnutzung von RFNBOs kostengünstiger ist. Einige Länder, darunter die Niederlande und Italien, haben jedoch Regelungen eingeführt, die einen Mindestanteil der direkten RFNBO-Nutzung im Verkehr vorschreiben. Europaweit haben bislang nur Deutschland, Belgien und Spanien Pläne für RFNBO-Unterquoten über das Jahr 2030 hinaus vorgeschlagen — finalisiert wurde jedoch noch keiner. Das Fehlen verbindlicher langfristiger Signale belastet weiterhin Investitionsentscheidungen in Projekte für erneuerbaren Wasserstoff und E-Kraftstoffe, deren Planung und Umsetzung in der Regel mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Von Madeleine Jenkins, Marcel Pott Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Große globale Ölhändler rechnen mit langem Nahost-Krieg
Große globale Ölhändler rechnen mit langem Nahost-Krieg
Hamburg, 28 April (Argus) — Einige der weltweit größten Rohstoffhandelsunternehmen bereiten sich darauf vor, dass sich der Krieg im Nahen Osten über viele Monate hinziehen könnte. Gleichzeitig ziehen sie weiterhin hohe Gewinne aus der extremen Volatilität, die der Konflikt ausgelöst hat. Die US-Blockade des iranischen Handelsverkehrs hält an, während Versuche, eine diplomatische Lösung zu finden, nicht vorankommen. Vitol, Trafigura, Mercuria und Gunvor haben von den massiven Preisschwankungen und den physischen Versorgungsunterbrechungen profitiert, die durch die faktische Schließung der Straße von Hormus entstanden sind. Alle Unternehmen berichten von einer starken ökonomischen Performance im ersten Quartal und erwarten, dass sich dies im weiteren Jahresverlauf fortsetzt. Die Ölpreise sind seit Beginn des Krieges im Nahen Osten am 28. Februar stark volatil, teils auch getrieben durch Beiträge von US-Präsident Donald Trump in sozialen Medien. Der Frontmonat der ICE Brent Futures näherte sich am 31. März mit 118,35 $/bl einem Vierjahreshoch. Die Preise für tatsächlich physisch geliefertes Rohöl stiegen jedoch deutlich stärker, während raffinierte Produkte wie Kerosin und Diesel sogar noch höhere Niveaus erreichten. "Angesichts der extremen Volatilität — unter anderem ausgelöst durch Tweets [in sozialen Medien] — ist es sehr schwierig, die Situation zu managen. [Wir] sind daher vorsichtig optimistisch, dass wir bei konsequentem Vorgehen ein recht gutes Jahr vor uns haben", sagte Jay Ng, Finanzchef von Vitol, vergangene Woche auf dem FT Commodities Global Summit in Lausanne. Der Finanzchef von Mercuria, Guillaume Vermersch, bezeichnete die Ergebnisse seines Unternehmens im ersten Quartal als "sehr stark", trotz der Erwartung höherer Schadensersatzforderungen und vertraglicher Streitigkeiten im Zusammenhang mit Lieferunterbrechungen im Golf. Mercuria erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,5 Mrd. $, und Vermersch erwartet, dass das Unternehmen dieses Ergebnis im Jahr 2026 übertreffen wird. "Es gibt noch viele offene Fragen und ungelöste Probleme, aber [dieses Jahr] dürfte stärker ausfallen", sagte er. Auch BP verzeichnete für das erste Quartal 2026 außergewöhnlich gute Ergebnisse: Die am 28. April von dem Unternehmen veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der Gewinn von 687 Mio. $ im Vorjahresquartal auf 3,84 Mrd. $ gestiegen ist. Bereinigt um Lagerbewertungseffekte und Einmaleffekte lag der zugrunde liegende Gewinn auf Basis von Wiederbeschaffungskosten bei 3,2 Mrd. $ und damit deutlich über dem Konsens der Analystenschätzungen, die für BP einen Quartalsgewinn von 2,5 Mrd. $ erwartet hatten. Wie gut die Unternehmen im weiteren Verlauf des Jahres abschneiden, wird jedoch maßgeblich davon abhängen, ob die Versorgungsstörungen zu einer länger anhaltenden Phase hoher Volatilität führen. "Ich sehe kein unmittelbares Ende dieses Konflikts, aber auch nicht, wie er auf Dauer tragfähig sein soll", sagte Vermersch. Jeff Webster, Finanzchef von Gunvor, erklärte, sein Unternehmen bereite sich "seit Beginn auf ein Szenario eines langen Krieges vor". Gunvors Ergebnisse im ersten Quartal übertrafen demnach bereits das gesamte Ergebnis des Jahres 2025. Auch Stephan Jansma — Finanzchef von Trafigura — sagte, sein Unternehmen gehe davon aus, dass der Krieg und die Störungen lange andauern könnten. Extreme Schwankungen Die Unternehmen schöpfen aus den Erfahrungen früherer Krisen. Zwar erzielten sie letztlich Rekordgewinne aus der Volatilität nach der umfassenden Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022, hatten jedoch zunächst Schwierigkeiten zu reagieren, da extreme Preisschwankungen höhere Nachschussaufforderungen (zu englisch Margin Calls) auslösten und die verfügbare Liquidität belasteten. In den Tagen vor und nach Beginn des aktuellen Krieges im Nahen Osten sicherten sich Trafigura, Vitol und Gunvor rasch zusätzliche Kreditlinien, um ihre Handelsfähigkeit in einem Umfeld hoher Preise entsprechend zu stärken. USA erhöhen Druck auf Iran, während Gespräche stocken Die Straße von Hormus ist seit fast zwei Monaten für die Schifffahrt weitgehend geschlossen. Die Blockade des iranischen Handels durch die US-Marine hält trotz eines Waffenstillstands an, von dem Trump am 21. April sagte, er gelte bis zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran. Seit dem 13. April hätten die USA 38 Schiffe, die iranische Häfen verlassen wollten, zur Umkehr gezwungen, teilte das Pentagon am 27. April mit. Am 24. April verhängten die USA zudem Sanktionen gegen die chinesische Raffinerie Hengli Petrochemical (400.000 bl/Tag) sowie gegen 19 Schiffe der sogenannten Schattenflotte, denen vorgeworfen wird, iranisches Rohöl, LPG und andere Erdölprodukte nach China, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Bangladesch zu transportieren. Die US Marine zwang eines dieser Schiffe, die Sevan, zur Rückkehr an die iranische Küste, nachdem es versucht hatte, den Golf von Oman zu passieren. "Wir haben die Blockade umgesetzt, und sie war unglaublich effektiv", sagte Trump am 26. April gegenüber Fox News. Präsident Trump traf sich am Montag mit seinen nationalen Sicherheitsberatern, um einen iranischen Vorschlag für ein Abkommen zu besprechen, teilte das Weiße Haus mit. "Der Präsident hat sich heute Morgen mit seinem nationalen Sicherheitsteam getroffen. Sie werden sehr bald direkt vom Präsidenten zu diesem Thema hören", hieß es. Details des iranischen Vorschlags wurden nicht veröffentlicht, und Teheran hat öffentlich nicht bestätigt, Kontakt mit den USA aufgenommen zu haben. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die das Weiße Haus für das Wochenende in Pakistan angekündigt hatte, kamen letztlich nicht zustande. "Es hat Entwicklungen in den Verhandlungen gegeben, aber der falsche Ansatz der USA und überzogene Forderungen haben verhindert, dass die vorherige Verhandlungsrunde ihre Ziele erreicht, trotz der erzielten Fortschritte", sagte der Iranische Außenminister Abbas Araghtschi am 27. April während eines Besuchs in St. Petersburg. Von Johannes Guhlke, Aydin Calik und Haik Gugarats Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Bundestag stimmt THG-Gesetzesentwurf zu
Bundestag stimmt THG-Gesetzesentwurf zu
Hamburg, 23 April (Argus) — Der Bundestag hat am 23. April das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote in der vom Umweltausschuss geänderten Fassung verabschiedet. Damit neigt sich ein langwieriges politisches Ringen um die Energiewende im Verkehrssektor dem Ende zu — und fällt ambitionierter aus als viele erwartet haben. Bereits der ursprüngliche Regierungsentwurf hat im November letzten Jahres die Preise für Treibhausgasminderungseinsparungen stark steigen lassen. Auch die Verabschiedung des Gesetzes führt zu einem weiteren Anstieg der Preise für THG-Zertifikate. Dies wirkt sich preistreibend für Diesel und Benzin aus, fördert aber Alternativen wie HVO, Biomethan und Strom im Verkehr. Mit dem nun verabschiedeten Beschluss wird die THG-Quote im Straßenverkehr bis 2040 schrittweise auf 65 % angehoben; im ursprünglichen Regierungsentwurf war ein Zielwert von 59 % vorgesehen. Dieser basiert auf umfangreichen Änderungen des Umweltausschusses , der am 22. April eine Beschlussempfehlung vorgelegt hatte. Neben der höheren Gesamtquote sieht diese unter anderem vor, die Obergrenze für Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen anzuheben: Sie soll schrittweise von derzeit 4,4 % bis 2032 auf 5,8 % steigen. Dies soll nach parlamentarischer Begründung zur Marktstabilisierung beitragen und Planungssicherheit für Landwirtschaft und heimische Produktion schaffen. Für den Gesetzentwurf stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD, während AfD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke dagegen votierten. Für den Markt für THG-Zertifikate markiert die Verabschiedung das Ende einer Phase erhöhter Unsicherheit. Marktteilnehmer rechneten mit der zweiten und dritten Lesung des Gesetzes bereits im März, diese wurden jedoch mehrfach verschoben. In der Folge hatten Marktteilnehmer damit begonnen, alternative regulatorische Szenarien einzupreisen, insbesondere mit Blick auf die Frage, ob zentrale Regelungen wie die Abschaffung der Doppelanrechnung fortschrittlicher Biokraftstoffe wie vorgesehen rückwirkend greifen würden. Die Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RFNBO), wie zum Beispiel E-Fuels und Wasserstoff, wird ebenfalls ambitionierter ausgestaltet und soll bis 2040 auf 10 % steigen, um zusätzliche Investitionsanreize zu setzen. Abgelehnt wurden Entschließungsanträge der Oppositionsfraktionen von Grünen und Linken. Zugleich nahm der Bundestag eine Entschließung der Koalitionsfraktionen an, in der die Bundesregierung unter anderem zu weiteren Maßnahmen zur Betrugsprävention, zur Unterstützung von Anti-Dumping-Verfahren auf EU-Ebene sowie zur Flexibilisierung der Schutzsortenregelung für E5 aufgefordert wird. Darüber hinaus enthält dieser eine Aufforderung, einen nationalen Aktionsplan für Biomethan vorzulegen. Mit dem Bundestagsbeschluss kann das Gesetz nun dem Bundesrat zugeleitet werden. Eine Befassung in der Sitzung am 8. Mai halten Marktteilnehmer für wahrscheinlich. Für den THG-Markt bedeutet der heutige Beschluss vor allem, dass die regulatorische Richtung nun feststeht und zentrale Unsicherheiten, insbesondere zur Rückwirkung der Neuregelungen, weitgehend ausgeräumt sind. Von Marcel Rothenstein Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
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