Overview
Fuels for road transportation continue to drive the refining industry. But gasoline and diesel use is coming under increasing pressure from the introduction of low-carbon targets around the world.
Global oversupply, new regulatory measures and rapidly increasing competition for export markets are affecting refining margins. The need for accurate insight and data is more critical than ever.
Argus road fuels coverage includes price assessments and key insights into conventional fuels — gasoline, middle distillates and blending components — as well as biofuels, in each key region. Our trusted prices are delivered alongside the latest market-moving news, in-depth analysis, supply and demand dynamics, price forecasts and forward curves data.
Latest road fuels news
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Deutsche Anbieter exportieren Mitteldestillate nach ARA
Deutsche Anbieter exportieren Mitteldestillate nach ARA
Hamburg, 25 March (Argus) — Anbieter in Deutschland exportieren seit Anfang KW 12 Mitteldestillate über den Rhein nach ARA, anstatt wie gewöhnlich Produkt von dort zu importieren. Der Umschwung wird laut Marktteilnehmern vor allem durch den schwachen Absatz und Abnahmeverpflichtungen bis Monatsende ausgelöst. Verkäufer verschiffen derzeit aus Karlsruhe, Gelsenkirchen, Godorf und Speyer vor allem Heizöl- und Diesel per Barge rheinabwärts. Die Frachtraten für kurze Strecken sind dabei nahezu auf dem selben Niveau wie für Transporte rheinaufwärts, so Reeder. Auf langen Strecken wie ab Speyer oder Karlsruhe liegen die Raten etwa um die Hälfte tiefer, da die Bargen flussabwärts mit der Strömung fahren und weniger Treibstoff verbrauchen. Der aktuelle Exportfluss von Deutschland zum Handelszentrum Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA) ist ungewöhnlich, da Deutschland für Mitteldestillate üblicherweise auf Importe angewiesen ist. Dies spricht für hohen Mengendruck im deutschen Markt. Die Heizölnachfrage ist nach dem Beginn des Kriegs im Iran nur für wenige Tage angestiegen, dann aber komplett eingebrochen. Die anhaltend hohen Preise und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung halten Verbraucher vom Kauf ab. Die an Argus übermittelten Spotverkaufsmengen für Heizöl liegen im März bisher knapp 60 % unter denen im Vergleichszeitraum 2025. Allerdings war die Heizölnachfrage im März 2025 aufgrund niedriger Preise verhältnismäßig hoch . Der Dieselabsatz ist im März 2026 im Vorjahresvergleich zwar um 10 % angestiegen. Seit Jahresbeginn betrachtet sind die Dieselmengen allerdings um über 10 % zurückgegangen. Während Anbieter in Deutschland also Mengendruck verspüren dürften, könnten Händler in ARA wiederum interessiert daran sein, ihre Dieselbestände aufzubauen, da sie eine Knappheit im April fürchten , falls Schiffe die Straße von Hormus nicht bald wieder passieren können. Staaten am Persischen Golf liefern etwa 5 % des europäischen Dieselbedarfs. Ersatzlieferungen aus andern Regionen sind kaum möglich, da die Krise den gesamten Weltmarkt betrifft. Und für deutsche Raffineure und Verkäufer scheint es lohnender zu, die Ware nach ARA zu exportieren, als sie im Inlandsmarkt mit hohen Abschlägen zu verkaufen oder eine Pönale bei Nichterfüllung der Monatskontrakte zu zahlen. Von Gabriele Zindel FOB ARA und Großhandelspreise Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Mutmaßlich betrügerische Anrufer bieten Billigdiesel an
Mutmaßlich betrügerische Anrufer bieten Billigdiesel an
Hamburg, 22 January (Argus) — Im deutschen Mineralölmarkt häufen sich erneut Anbieter, die telefonisch Diesel zu Preisen anbieten, die deutlich unter dem Markt liegen. Die Anrufer geben sich dabei als Mitarbeiter etablierter Mineralölunternehmen aus. Mindestens zwei seit vielen Jahren im Markt aktive Unternehmen sind betroffen. Beide haben ihre Kunden inzwischen ausdrücklich gewarnt, dass die Angebote nicht von ihnen stammen. Ein Unternehmen hat bereits Strafanzeige gestellt. Die verdächtigen Aktivitäten werden aus Nord-, Ost- und Süddeutschland gemeldet. Auffällig ist, dass die Anrufer neuerdings auch Kleinstmengen — teils ab 2.000 l — anbieten, mit Abschlägen zwischen 1,50 und 5 €/100l zu den marktübliche Preisen. Mineraölhändler berichten, dass nicht nur sie selber sondern auch ihre Endkunden, wie Speditionen, solche Anrufe erhalten haben. Fälle, in denen es tatsächlich zu Lieferungen gekommen ist, sind bislang nicht bekannt. Marktteilnehmer vermuten, dass es sich hierbei um Diesel handeln könnte, der durch unredliche Mittel unter dem Marktpreis offeriert werden kann. Die günstigen Angebote könnten im Zusammenhang mit der Designerfuels-Masche stehen oder mit Diesel, bei dem die Verkäufer grüne Kostenfaktoren wie CO2-Abgabe und THG-Quote nicht berücksichtigen . Im Fall Designerfuels läuft der Prozess gegen acht Beschuldigte seit dem 16. Januar vor dem Landgericht Hof und soll bis Oktober andauern. Unter den Angeklagten befindet sich auch der Geschäftsführer des Mineralölhandels Hoffmann in Schwazenbach. Die Festnahmen erfolgten am 18. November 2024 im Rahmen eines bundesweiten Zugriffs von Zoll und Staatsanwaltschaft. Zuvor waren vor allem im Süden und Osten Deutschlands Dieselangebote frei Haus aufgetaucht, die teils mehrere Euro pro 100 l unter Raffinerie- oder Tanklagerpreisen lagen — und damit massiv unter den Einkaufskonditionen anderer Händler. Diese erlitten infolgedessen erhebliche Umsatzeinbußen. Von Gabriele Zindel Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Neue Produktionsanlage für synthetisches Benzin ab 2028
Neue Produktionsanlage für synthetisches Benzin ab 2028
Hamburg, 14 October (Argus) — Die German eFuel One GmbH plant, ab 2028 jährlich rund 75 Millionen Liter synthetisches E10 zu produzieren. Das Herstellungsverfahren soll auf Methanol basieren. Die Anlage würde eine der größten ihrer Art in Europa sein. Das synthetische Benzin soll die DIN EN 228 erfüllen und mit bis zu 10% Bioethanol gemischt werden, so das Unternehmen. Der synthetische Ottokraftstoff wird auf Basis von grünem Methanol hergestellt, das aus erneuerbarem Wasserstoff und CO2 unter Einsatz von Ökostrom gewonnen wird. In mehreren Prozessschritten wird das Methanol in einen Kraftstoff umgewandelt, der den bestehenden Anforderungen von Ottokraftstoff entspricht. Der Preis für grünes Methanol ist damit der größte Preisfaktor bei der Herstellung. Aktuell gelten eFuels noch als Nischenprodukte, da sie preislich nicht mit konventionellen Kraftstoffen konkurrieren können. Neben dem Anstieg der THG-Quote, der zu einem höheren Bedarf an Erfüllungsoptionen führen wird, könnte auch der geplante Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa langfristig zu Kostensenkungen beitragen. Synthetischer Ottokraftstoff, welcher auf grünem Wasserstoff basiert, kann künftig auch zur Erfüllung des RFNBO-Mandats der THG-Quote beitragen. Diese schreibt in ihrer neuen Fassung, die gerade verhandelt wird vor, dass bis 2040 mindestens 12 % der im Verkehrssektor eingesetzten Energie aus sogenannten Renewable Fuels of Non-Biological Origin (RFNBO) stammen muss. Dazu zählen auch eFuels, die aus erneuerbarem Wasserstoff und CO2 hergestellt werden. BMW, die Lother GmbH und German eFuel One haben am 13. Oktober eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Nutzung von eFuels in Deutschland voranzutreiben. BMW plant, ab 2028 neue Fahrzeuge bei der Erstauslieferung an ausgewählten Standorten in Deutschland mit synthetischem E10 aus Steyerberg zu betanken. Dieselmodelle werden bereits seit Anfang 2024 mit HVO erstbefüllt . Die Lother Gruppe will über ihre Marke Nordoel die Erstbefüllung unterstützen und die künftige Distribution übernehmen. Bereits heute bietet das Unternehmen synthetischen Kraftstoff an einer Tankstelle in Kirchweyhe bei Bremen zu einem Preis von aktuell 2,29 €/l an. Der gesamte Benzinverbrauch in Deutschland lag laut BAFA im Jahr 2024 bei rund 23,5 Mrd. Litern. Von Marcel Pott Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2025. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Deutschland verlängert Rosneft Treuhand
Deutschland verlängert Rosneft Treuhand
Hamburg, 8 September (Argus) — Die Bundesregierung hat die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der RN Refining & Marketing GmbH bis zum 10. März 2026 verlängert. Die Bundesnetzagentur wird weiter wie seit 2022 als Treuhand fungieren. Die Maßnahme dient der Absicherung des Geschäftsbetriebs und der Lieferketten, insbesondere für Berlin und Brandenburg, so das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) in einer Pressemitteilung vom 08. September. Es bestünde die Gefahr, dass wichtige Lieferanten ihre Geschäftsbeziehungen einstellen könnten, falls die Kontrolle wieder an das russische Mutterunternehmen zurückfällt, so das BMWE weiter. Rosneft Russland hat erklärt, dass es den Verkauf seiner deutschen Tochtergesellschaften aktiv betreibt. Die Bundesregierung sieht einen Verkauf als rechtssichersten und investitionsfreundlichsten Weg. Die rechtlichen Risiken bleiben begrenzt, da Rosneft seine Klagen gegen die Treuhandverwaltung weiterhin ruhend gestellt hat. Der Verkauf sollte ursprünglich bis Ende 2024 vollzogen werden. Wer als möglicher Käufer in Betracht gezogen wird, ist unklar. Rosneft Deutschland verfügt über etwa 12 % der deutschen Ölraffineriekapazität. Das Unternehmen hält 54,14 % an der PCK (204.000 bl/Tag), 24 % an der Miro (310.000 bl/Tag) und 28,57 % an der Bayernoil (207.000 bl/Tag). Von Gabriele Zindel Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2025. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
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