Poland's 210,000 b/d Gdansk refinery is increasing production after completing scheduled maintenance earlier this month. Most of the units taken off line for between late February and early April have restarted, as planned, operator Rafineria Gdanska said on 7 April. Maintenance was conducted on crude and vacuum distillation units, a diesel hydrotreater, the MHC mild hydrocracker, a reformer, the jet fuel Merox and hydrogen generation units, and two sulphur recovery units. A second phase of planned maintenance at Gdansk takes the refinery's three base oil units off line from 8 April until mid-May. Rafineria Gdanska is a joint venture of state-controlled Orlen with 70pc and state-controlled Saudi Aramco holding 30pc. Orlen is planning maintenance on a hydrocracker at its 373,000 b/d Plock refinery in Poland from 13 May until 24 June. The Polish company's 63,000 b/d Kralupy refinery in the Czech Republic has been shut down for scheduled maintenance since mid-March and should restart in early May. Orlen's 190,000 b/d Mazeikiai refinery in Lithuania was off line for 30 days of planned maintenance last month.
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Große globale Ölhändler rechnen mit langem Nahost-Krieg
Große globale Ölhändler rechnen mit langem Nahost-Krieg
Hamburg, 28 April (Argus) — Einige der weltweit größten Rohstoffhandelsunternehmen bereiten sich darauf vor, dass sich der Krieg im Nahen Osten über viele Monate hinziehen könnte. Gleichzeitig ziehen sie weiterhin hohe Gewinne aus der extremen Volatilität, die der Konflikt ausgelöst hat. Die US-Blockade des iranischen Handelsverkehrs hält an, während Versuche, eine diplomatische Lösung zu finden, nicht vorankommen. Vitol, Trafigura, Mercuria und Gunvor haben von den massiven Preisschwankungen und den physischen Versorgungsunterbrechungen profitiert, die durch die faktische Schließung der Straße von Hormus entstanden sind. Alle Unternehmen berichten von einer starken ökonomischen Performance im ersten Quartal und erwarten, dass sich dies im weiteren Jahresverlauf fortsetzt. Die Ölpreise sind seit Beginn des Krieges im Nahen Osten am 28. Februar stark volatil, teils auch getrieben durch Beiträge von US-Präsident Donald Trump in sozialen Medien. Der Frontmonat der ICE Brent Futures näherte sich am 31. März mit 118,35 $/bl einem Vierjahreshoch. Die Preise für tatsächlich physisch geliefertes Rohöl stiegen jedoch deutlich stärker, während raffinierte Produkte wie Kerosin und Diesel sogar noch höhere Niveaus erreichten. "Angesichts der extremen Volatilität — unter anderem ausgelöst durch Tweets [in sozialen Medien] — ist es sehr schwierig, die Situation zu managen. [Wir] sind daher vorsichtig optimistisch, dass wir bei konsequentem Vorgehen ein recht gutes Jahr vor uns haben", sagte Jay Ng, Finanzchef von Vitol, vergangene Woche auf dem FT Commodities Global Summit in Lausanne. Der Finanzchef von Mercuria, Guillaume Vermersch, bezeichnete die Ergebnisse seines Unternehmens im ersten Quartal als "sehr stark", trotz der Erwartung höherer Schadensersatzforderungen und vertraglicher Streitigkeiten im Zusammenhang mit Lieferunterbrechungen im Golf. Mercuria erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,5 Mrd. $, und Vermersch erwartet, dass das Unternehmen dieses Ergebnis im Jahr 2026 übertreffen wird. "Es gibt noch viele offene Fragen und ungelöste Probleme, aber [dieses Jahr] dürfte stärker ausfallen", sagte er. Auch BP verzeichnete für das erste Quartal 2026 außergewöhnlich gute Ergebnisse: Die am 28. April von dem Unternehmen veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der Gewinn von 687 Mio. $ im Vorjahresquartal auf 3,84 Mrd. $ gestiegen ist. Bereinigt um Lagerbewertungseffekte und Einmaleffekte lag der zugrunde liegende Gewinn auf Basis von Wiederbeschaffungskosten bei 3,2 Mrd. $ und damit deutlich über dem Konsens der Analystenschätzungen, die für BP einen Quartalsgewinn von 2,5 Mrd. $ erwartet hatten. Wie gut die Unternehmen im weiteren Verlauf des Jahres abschneiden, wird jedoch maßgeblich davon abhängen, ob die Versorgungsstörungen zu einer länger anhaltenden Phase hoher Volatilität führen. "Ich sehe kein unmittelbares Ende dieses Konflikts, aber auch nicht, wie er auf Dauer tragfähig sein soll", sagte Vermersch. Jeff Webster, Finanzchef von Gunvor, erklärte, sein Unternehmen bereite sich "seit Beginn auf ein Szenario eines langen Krieges vor". Gunvors Ergebnisse im ersten Quartal übertrafen demnach bereits das gesamte Ergebnis des Jahres 2025. Auch Stephan Jansma — Finanzchef von Trafigura — sagte, sein Unternehmen gehe davon aus, dass der Krieg und die Störungen lange andauern könnten. Extreme Schwankungen Die Unternehmen schöpfen aus den Erfahrungen früherer Krisen. Zwar erzielten sie letztlich Rekordgewinne aus der Volatilität nach der umfassenden Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022, hatten jedoch zunächst Schwierigkeiten zu reagieren, da extreme Preisschwankungen höhere Nachschussaufforderungen (zu englisch Margin Calls) auslösten und die verfügbare Liquidität belasteten. In den Tagen vor und nach Beginn des aktuellen Krieges im Nahen Osten sicherten sich Trafigura, Vitol und Gunvor rasch zusätzliche Kreditlinien, um ihre Handelsfähigkeit in einem Umfeld hoher Preise entsprechend zu stärken. USA erhöhen Druck auf Iran, während Gespräche stocken Die Straße von Hormus ist seit fast zwei Monaten für die Schifffahrt weitgehend geschlossen. Die Blockade des iranischen Handels durch die US-Marine hält trotz eines Waffenstillstands an, von dem Trump am 21. April sagte, er gelte bis zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran. Seit dem 13. April hätten die USA 38 Schiffe, die iranische Häfen verlassen wollten, zur Umkehr gezwungen, teilte das Pentagon am 27. April mit. Am 24. April verhängten die USA zudem Sanktionen gegen die chinesische Raffinerie Hengli Petrochemical (400.000 bl/Tag) sowie gegen 19 Schiffe der sogenannten Schattenflotte, denen vorgeworfen wird, iranisches Rohöl, LPG und andere Erdölprodukte nach China, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Bangladesch zu transportieren. Die US Marine zwang eines dieser Schiffe, die Sevan, zur Rückkehr an die iranische Küste, nachdem es versucht hatte, den Golf von Oman zu passieren. "Wir haben die Blockade umgesetzt, und sie war unglaublich effektiv", sagte Trump am 26. April gegenüber Fox News. Präsident Trump traf sich am Montag mit seinen nationalen Sicherheitsberatern, um einen iranischen Vorschlag für ein Abkommen zu besprechen, teilte das Weiße Haus mit. "Der Präsident hat sich heute Morgen mit seinem nationalen Sicherheitsteam getroffen. Sie werden sehr bald direkt vom Präsidenten zu diesem Thema hören", hieß es. Details des iranischen Vorschlags wurden nicht veröffentlicht, und Teheran hat öffentlich nicht bestätigt, Kontakt mit den USA aufgenommen zu haben. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die das Weiße Haus für das Wochenende in Pakistan angekündigt hatte, kamen letztlich nicht zustande. "Es hat Entwicklungen in den Verhandlungen gegeben, aber der falsche Ansatz der USA und überzogene Forderungen haben verhindert, dass die vorherige Verhandlungsrunde ihre Ziele erreicht, trotz der erzielten Fortschritte", sagte der Iranische Außenminister Abbas Araghtschi am 27. April während eines Besuchs in St. Petersburg. Von Johannes Guhlke, Aydin Calik und Haik Gugarats Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Bundestag stimmt THG-Gesetzesentwurf zu
Bundestag stimmt THG-Gesetzesentwurf zu
Hamburg, 23 April (Argus) — Der Bundestag hat am 23. April das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote in der vom Umweltausschuss geänderten Fassung verabschiedet. Damit neigt sich ein langwieriges politisches Ringen um die Energiewende im Verkehrssektor dem Ende zu — und fällt ambitionierter aus als viele erwartet haben. Bereits der ursprüngliche Regierungsentwurf hat im November letzten Jahres die Preise für Treibhausgasminderungseinsparungen stark steigen lassen. Auch die Verabschiedung des Gesetzes führt zu einem weiteren Anstieg der Preise für THG-Zertifikate. Dies wirkt sich preistreibend für Diesel und Benzin aus, fördert aber Alternativen wie HVO, Biomethan und Strom im Verkehr. Mit dem nun verabschiedeten Beschluss wird die THG-Quote im Straßenverkehr bis 2040 schrittweise auf 65 % angehoben; im ursprünglichen Regierungsentwurf war ein Zielwert von 59 % vorgesehen. Dieser basiert auf umfangreichen Änderungen des Umweltausschusses , der am 22. April eine Beschlussempfehlung vorgelegt hatte. Neben der höheren Gesamtquote sieht diese unter anderem vor, die Obergrenze für Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen anzuheben: Sie soll schrittweise von derzeit 4,4 % bis 2032 auf 5,8 % steigen. Dies soll nach parlamentarischer Begründung zur Marktstabilisierung beitragen und Planungssicherheit für Landwirtschaft und heimische Produktion schaffen. Für den Gesetzentwurf stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD, während AfD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke dagegen votierten. Für den Markt für THG-Zertifikate markiert die Verabschiedung das Ende einer Phase erhöhter Unsicherheit. Marktteilnehmer rechneten mit der zweiten und dritten Lesung des Gesetzes bereits im März, diese wurden jedoch mehrfach verschoben. In der Folge hatten Marktteilnehmer damit begonnen, alternative regulatorische Szenarien einzupreisen, insbesondere mit Blick auf die Frage, ob zentrale Regelungen wie die Abschaffung der Doppelanrechnung fortschrittlicher Biokraftstoffe wie vorgesehen rückwirkend greifen würden. Die Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RFNBO), wie zum Beispiel E-Fuels und Wasserstoff, wird ebenfalls ambitionierter ausgestaltet und soll bis 2040 auf 10 % steigen, um zusätzliche Investitionsanreize zu setzen. Abgelehnt wurden Entschließungsanträge der Oppositionsfraktionen von Grünen und Linken. Zugleich nahm der Bundestag eine Entschließung der Koalitionsfraktionen an, in der die Bundesregierung unter anderem zu weiteren Maßnahmen zur Betrugsprävention, zur Unterstützung von Anti-Dumping-Verfahren auf EU-Ebene sowie zur Flexibilisierung der Schutzsortenregelung für E5 aufgefordert wird. Darüber hinaus enthält dieser eine Aufforderung, einen nationalen Aktionsplan für Biomethan vorzulegen. Mit dem Bundestagsbeschluss kann das Gesetz nun dem Bundesrat zugeleitet werden. Eine Befassung in der Sitzung am 8. Mai halten Marktteilnehmer für wahrscheinlich. Für den THG-Markt bedeutet der heutige Beschluss vor allem, dass die regulatorische Richtung nun feststeht und zentrale Unsicherheiten, insbesondere zur Rückwirkung der Neuregelungen, weitgehend ausgeräumt sind. Von Marcel Rothenstein Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Umweltausschuss verschärft THG Quote ab 2027
Umweltausschuss verschärft THG Quote ab 2027
Hamburg, 22 April (Argus) — Die Beschlussempfehlung des Umweltausschusses des Bundestages, welche noch angenommen werden muss, spricht sich unter anderem für höhere Quotenziele aus. Darüber hinaus empfiehlt sie die Ausweitung der Anrechenbarkeit, Anpassungen an der Obergrenze für Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen sowie mehrere neue Regelungen zur Anrechnung von elektrischem Strom und sogenannten RFNBOs, also E-Fuels und Wasserstoff. Die Beschlussempfehlung dient als Grundlage für die abschließende zweite und dritte Lesung des Gesetzesentwurf im Bundestag am 23. April sowie die finale Abstimmung in derselben Sitzung. Argus liegt bisher nur die interne Beschlussempfehlung vor, welche jedoch bereits länger existiert und auch vielen Marktteilnehmern vorliegt. Es ist möglich, dass weitere Änderungen vorgenommen werden, bevor sie an den Bundestag geht. Kernpunkt ist ein ambitionierterer Anstieg der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ab 2027. Während der Regierungsentwurf eine Fortschreibung der THG-Quote bis 2040 auf eine Quote von 59 % vorsah, empfiehlt der Ausschuss nun 65 %. In 2027 soll die THG-Quote bereits auf 17,5 % steigen statt auf 16 % wie im letzten Entwurf geplant (siehe Tabelle). Zuletzt hatten sich mehrere Kraftstoffverbände für diese Anhebung der THG-Quote in 2027 ausgesprochen. Damit sollen hohe Überträge aus den Jahren 2024 bis 2026 kontrolliert abgebaut und die Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen stabilisiert werden. Erstmals sollen darüber hinaus auch tierische Fette der Kategorie 3 auf die THG-Quote anrechenbar sein. Ihr Anteil wird jedoch auf 0,3 % des Energiebedarfs im Verkehr begrenzt, was Marktteilnehmern zufolge etwa 150 kt entspricht. Damit entsteht ein begrenztes zusätzliches Angebot, insbesondere für HVO und FAME, ohne einen freien Hochlauf dieser Rohstoffkategorie zu ermöglichen. Angepasst wurde zudem die Unterquote für Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen. Diese sinkt 2028 zunächst auf 4,6 % und steigt anschließend bis 2033 schrittweise auf 5,8 %. Hintergrund ist der erwartete Rückgang des Energiebedarfs im Verkehr durch Elektrifizierung, der ohne Anpassung zu einem deutlichen Absinken der absoluten Mengen geführt hätte. Dies hatten zuletzt im Oktober mehrere Verbände aus der Biokraftstoffbranche gefordert. Biokraftstoffe aus Rohstoffen mit hohem Risiko indirekter Landnutzung bleiben von der Anrechnung ausgeschlossen. Neue EU-Einstufungen greifen jedoch erst ab dem folgenden Verpflichtungsjahr, bereits in Verkehr gebrachte Mengen verlieren ihre Anrechenbarkeit nicht rückwirkend. Erweiterte Anrechnungsvorgaben für Stromquellen Der Ausschuss schlägt außerdem Änderungen bei der Stromanrechnung vor. Elektrischer Strom soll bis einschließlich 2024 mit dem Faktor 3 angerechnet werden, ab 2035 mit Faktor 2 und ab 2036 mit Faktor 1. Der vorige Entwurf sah eine Absenkung des Multiplikators in vier Schritten statt zwei vor, startete mit der Absenkung allerdings früher mit einem Multiplikator von 2,5 in 2032. Abweichend hiervon soll die die Elektrifizierung von schweren Fahrzeugen wie Bussen und Lastkraftwagen unterstützt werden, indem für diese ein höherer Multiplikator gilt. Dieser wird ab 2027 den Faktor 4 haben und dann in sechs Schritten bis 2040 auf den Faktor 1 langsam abgesenkt. Außerdem wird die Stromanrechnung bei der THG-Quote erweitert. Neben Wind- und Solarstrom wird ab 2028 auch Strom aus Biomasse, Deponie-, Klär- und Biogas anerkannt — auch bei Zwischenspeicherung. Auch dieser Punkt wurde in der Vergangenheit von Verbänden gewünscht und könnte eine Perspektive für den Weiterbetreib von EEG-Biogasanlagen bieten. Dies bedeutet, dass durch Biogasstrom in Ladesäulen in Zukunft auch THG-Zertifikate generiert werden können. Neu ist zudem die Verankerung von biogenem Wasserstoff als Erfüllungsoption. Dieser kann künftig zweifach auf die THG Quote angerechnet werden und ist nicht nur im Verkehr, sondern auch in Raffinerien, etwa für Co-Processing-Prozesse, zulässig. Die Nutzung von biogenem Wasserstoff war zuletzt ein Streitthema zwischen CDU und SPD, weshalb die Lesungen des Entwurfes auch ursprünglich verschoben wurden. Zuletzt wurde auch die Unterquote für RFNBOs angepasst. Diese soll ab 2030 stärker ansteigen und bis 2040 10 % erreichen. Von Svea Winter Verpflichtungsjahr Entwurf 11.02. Beschlussempfehlung 22.04. 2026 12% 12% 2027 16% 17,5% 2028 18% 19,5% 2029 21% 22,5% 2030 25% 26,5% 2031 28,5% 30% 2032 21,5% 33% 2033 33% 36% 2034 35% 38% 2035 36% 41% 2036 40,5% 46% 2037 45% 51% 2038 49% 56% 2039 54% 61% 2040 59% 65% Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
HVO: Temporäre Energiesteuersenkung geplant
HVO: Temporäre Energiesteuersenkung geplant
Hamburg, 22 April (Argus) — Der aktuelle Gesetzesentwurf zur vorübergehenden Energiesteuersenkung umfasst neben fossilen Kraftstoffen auch HVO. Inverkehrbringer von HVO planen somit die Absenkung der Energiesteuer nach Inkrafttreten des Gesetzes an Endkunden weiterzugeben. Im Markt besteht jedoch weiterhin Unsicherheit über die praktische Umsetzung, da Inverkehrbringer auf eine formelle Bestätigung der zuständigen Hauptzollämter warten. Im HVO-Markt herrschte zuletzt Uneinigkeit darüber, ob die von der Bundesregierung geplante Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um 14,04 €/100l auch für HVO gilt. Mehrere Marktteilnehmer gaben gegenüber Argus an, dass sie zunächst davon ausgehen, dass die Maßnahme ausschließlich auf eine Entlastung der Grundversorgung mit konventionellen Kraftstoffen abziele und somit nicht auf HVO zutreffe. Im Entwurf des entsprechenden Gesetzes ist jedoch unter anderem von Gasölen der Unterpositionen 2710 19 43 die Rede, womit neben konventionellem Dieselkraftstoff auch HVO steuerlich einbezogen wird. Dementsprechend würde die geplante Absenkung der Energiesteuer auch beim Inverkehrbringen von HVO zur Geltung kommen. Inverkehrbringer geben allerdings gegenüber Argus an, dass sie weiterhin auf die Bestätigung der jeweils regional zuständigen Hauptzollämter warten, bevor die Steuersenkung in der Preisgestaltung berücksichtigt werden kann. Bis dahin bestehe trotz der Formulierung im Gesetzesentwurf noch keine vollständige Rechtssicherheit über die steuerliche Behandlung von HVO. Würde HVO von der Steuersenkung ausgeschlossen werden, hätte dies nach Einschätzung von Marktteilnehmern wieder einen deutlichen Anstieg des Preisaufschlags gegenüber B7-Diesel zur Folge und würde die Nachfrage stark reduzieren. In den vergangenen Wochen kam es im Zuge des Iran-Kriegs zu einem Preisanstieg von konventionellem Diesel, wodurch der Aufschlag von HVO auf ein historisches Tief gesunken ist (siehe Grafik). Von Marcel Pott Preisaufschlag HVO zu B7-Bundesschnitt Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.

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