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Financial services organisations choose Argus to anticipate price shifts, manage risk, and act with confidence in global commodity and energy markets.
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Who we support
Market dynamics are at the core of financial institutions with exposure to energy and commodities, but the impact varies by function. Below, we outline how these pressures play out across finance teams and how Argus supports more confident decision‑making.
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How we can help
Engage with peers, network with boots-on-the-ground market participants and learn from analysts and experts to gain a full view on emerging risks, trends, and opportunities.
Commodities we cover
Coverage across global energy and commodity sectors, providing a coherent view of interconnected value chains.
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Was passiert, wenn E5 den Schutzsortenstatus verliert?
Was passiert, wenn E5 den Schutzsortenstatus verliert?
Hamburg, 16 July (Argus) — Große Teile der Mineralölbranche möchten an Tankstellen E5-Benzin zugunsten von E10-Benzin aus dem Sortiment nehmen. Branchenmitglieder sind sich jedoch uneinig darüber, ob und wie die vom Bundestag geplante "Flexibilisierung" des Schutzsortenstatus von E5 sie diesem Ziel näher bringen wird. Manche Tankstellenbetreiber gehen davon aus, dass eine Aufhebung des Schutzsortenstatus für E5 keinen Effekt auf das Benzinangebot an Tankstellen haben wird. Sie befürchten, dass kein Tankstellenbetreiber der Erste sein wollen würde, der E5 zugunsten von E10 aus dem Sortiment nimmt, weil er dadurch Kunden an Wettbewerber verlieren würde, die das weiterhin meistgekaufte E5 anbieten. Diese Unternehmer fordern, dass die Regierung nicht nur den Schutzsortenstatus für E5 aufhebt, sondern E5 generell aus dem Markt nimmt. Nur so würde laut den Unternehmern eine komplette Umstellung hin zu E10 gelingen. Andere Tankstellenbetreiber hingegen sehen dies anders. Für sie wäre eine Umstellung auf E10-Benzin machbar, sobald der Schutzsortenstatus entfällt. Manche denken, dies ginge am besten unterstützt von entsprechender Marketingbegleitung. Andere sprechen sich für einen "leisen" Übergang aus. Solche Unternehmen sind der Ansicht, dass es besser wäre, an Tankstellen nur noch E10 anzubieten, ohne diese Sorte explizit dort auszuweisen, wo sie nicht ausgewiesen werden muss. Teilweise wird vorgeschlagen, E10 künftig lediglich als "Super" oder "Superbenzin" zu vermarkten und auf den Zusatz "E10" — insbesondere am Preismast — zu verzichten. Nach vorläufiger rechtlicher Einschätzung des Bundesverband freier Tankstellen (bft) gäbe es hierbei jedoch erhebliche rechtliche Bedenken. Selbst wenn Tankstellen mit dem Wegfall des Schutzsortenstatus E5 nicht mehr anbieten müssen, bleiben die Kennzeichnungspflichten für den tatsächlich angebotenen Kraftstoff bestehen, denn § 13 der 10. der Bundes-Immisionsschutzverordnung (BImSchV) schreibt für Zapfsäulen und Zapfventile weiterhin verbindliche Kraftstoffbezeichnungen einschließlich der Fuel Identifier vor. Die Bezeichnung "E10" ist ein solcher Identifier. Auch die Vorgaben der Preisangabenverordnung sowie die wettbewerbsrechtlichen Irreführungsverbote sprächen dafür, dass Verbraucher bereits beim Heranfahren an die Tankstelle eindeutig erkennen können müssen, auf welchen Kraftstoff sich der ausgewiesene Preis bezieht. Eine bloße Bezeichnung als "Super" oder "Superbenzin" dürfte diesen Anforderungen nach geltender Rechtslage regelmäßig nicht genügen, so der bft. Es ist zudem unklar, ob und wann es eine Veränderung des Schutzsortenstatus für E5 geben wird und ob dieser tatsächlich gänzlich wegfallen wird. In einer Beschlussempfehlung im April hat der Bundestag die Bundesregierung aufgefordert "zeitnah die Schutzsortenregelung von E5 [...] zu flexibilisieren. E5 soll weiterhin verfügbar bleiben, jedoch nicht mehr verpflichtend an jeder Tankstelle." Mehrere Verbände der Mineralölwirtschaft, aber auch Verbraucherverbände wie der ADAC, setzen sich dafür ein, dass E10-Benzin an den Tankstellen E5-Benzin gänzlich ersetzen soll. Zudem setzen sich die Verbände für den Einsatz von Benzin mit einem noch höheren Ethanolanteil ein, da über den höheren Ethanolgehalt mehr CO2-Emissionen eingespart werden können. Einzelne Unternehmen gehen hier bereits voran. So verkauft das Unternehmen Roth Energie an einer Tankstelle Benzin mit E20-Benzin — aufgrund von Regulierungen jedoch nur an einen geschlossenen Kundenkreis. Deutschland ist das einzige Land in Europa, wo an nahezu allen Tankstellen E5- und E10-Benzin angeboten wird. Immer mehr europäische Länder gehen dazu über, hauptsächlich E10 anzubieten und E5 kaum mehr. Aber auch im deutschen Kundenkreis nimmt die Akzeptanz von E10-Benzin zu, wenn auch bislang nur langsam. Daten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zeigen, dass der Marktanteil von E10 in 2025 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 1,6 Prozentpunkte auf rund 29 % gestiegen ist. Auch im ersten Quartal 2026 verzeichnete E10 einen weiteren Zuwachs. Damit bleibt E5 zwar die beliebtere Benzinsorte, allerdings mit einem weniger dominanten Anteil als noch vor einigen Jahren. Von Hagen Reiners Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
UBA-Einordnung erleichtert Vermarktung von HVO100
UBA-Einordnung erleichtert Vermarktung von HVO100
Hamburg, 9 July (Argus) — Die offizielle Einstufung von HVO100 mit der Wassergefährdungsklasse 1 durch das Umweltbundesamt könnte die Verfügbarkeit des Kraftstoffs an Tankstellen in Deutschland erhöhen. Marktteilnehmer erwarten, dass die nun geschaffene Rechtssicherheit die Einführung von HVO100 an weiteren Tankstellen erleichtern wird. Das Umbweltbundesamt (UBA) hat HVO100 in der Rigoletto-Datenbank unter der Eintragsnummer 9166 mit der Wassergefährungsklasse (WGK) 1 registriert. Die Datenbank gilt als maßgebliche Referenz für Wasserbehörden bei der Bewertung wassergefährdender Stoffe. Marktteilnehmer berichten gegenüber Argus , dass durch diese neue Klassifizierung Unsicherheiten bei Genehmigungs- und Anzeigeverfahren entfallen, die den Markthochlauf des Produkts bislang teilweise gebremst hatten. Vor der neuen Klassifizierung mussten Tankstellenbetreiber, die HVO100 über die bestehende Dieselinfrastruktur vertreiben wollten, dies bei den zuständigen Wasserbehörden anzeigen. In der Praxis kam es dabei zu regional voneinander abweichenden Bewertungen der jeweiligen Behörden. Teilweise seien Projekte für die Einführung von HVO100 an Tankstellen deshalb verzögert worden. Mit dem offiziellen Eintrag in der Rigoletto-Datenbank dürfte der Interpretationsspielraum auf Länder- und Kommunalebene — weshalb HVO100 teilweise mit WGK 3 eingestuft wurde — nun wegfallen, da hierdurch bundesweit regulatorische Klarheit geschaffen wird. Die Nutzung bestehender Dieseltanks ist daher grundsätzlich ohne aufwendige technische Umrüstung möglich, auch fällt der administrative Aufwand für die Umstellung geringer aus. Marktteilnehmer erwarten deshalb, dass sowohl das Angebot von HVO100 an öffentlichen Tankstellen als auch an Betriebstankstellen zunehmen könnte. HVO100 wurde im Mai 2024 zum freien Vertrieb an Tankstellen in Deutschland zugelassen. Argus schätzt, dass der HVO-Verbrauch in Deutschland im laufenden Jahr auf rund 2,6 Mrd. l steigen könnte, nach etwa 1,2 Mrd. l im Vorjahr. Der überwiegende Teil entfällt weiterhin auf die Beimischung zu fossilem Diesel. HVO100 macht bislang nur einen vergleichsweise kleinen Anteil des Gesamtmarktes aus. Von Marcel Pott Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
Agrardieselrückvergütung gilt auch für HVO
Agrardieselrückvergütung gilt auch für HVO
Hamburg, 1 July (Argus) — Land- und forstwirtschaftliche Betriebe können die Agrardieselrückvergütung für HVO in Anspruch nehmen, so wie für andere Dieselkraftstoffe auch — entscheidend ist dabei jedoch nicht die Norm, sondern die steuerliche Deklaration bei Inverkehrbringung. Grundsätzlich kann HVO unter die Agrardieselrückvergütung fallen, wenn es als Dieselkraftstoffäquivalent eingeordnet und entsprechend mit dem regulären Energiesteuersatz für Diesel von 47,04 €/100 l versteuert wird, so der Zoll. Die Norm für die Rückvergütung ist dabei nicht maßgeblich — während fossiler Diesel nach DIN EN 590 spezifiziert ist, gilt für paraffinische Kraftstoffe wie HVO100 die Norm DIN EN 15940. Einzelne Marktteilnehmer haben gegenüber Argus Unsicherheit bezüglich der steuerlichen Einordnung und der daraus resultierenden Förderfähigkeit von HVO100 geäußert. In der Praxis bedeutet dies, dass insbesondere HVO100 förderfähig sein kann. Biogene Produkte, welche allerdings nicht als Dieselkraftstoff klassifiziert sind, sind hingegen von der Rückvergütung ausgeschlossen. Dies betrifft auch HVO, wenn es als Heizöläquivalent genutzt wird. Die Agrardieselrückvergütung selbst ermöglicht land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, sich einen Teil der Energiesteuer auf eingesetzten Dieselkraftstoff erstatten zu lassen. Der Entlastungssatz liegt derzeit bei rund 21,48 €/100l. Voraussetzung ist der nachweisliche Einsatz des Kraftstoffs in begünstigten Maschinen und Fahrzeugen sowie eine entsprechende Antragstellung. Von Marcel Pott Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
US-Iran-Abkommen stützt THG-Kosten in Kraftstoffen
US-Iran-Abkommen stützt THG-Kosten in Kraftstoffen
Hamburg, 18 June (Argus) — Die Preise für deutsche THG-Minderungen sind seit der Ankündigung eines Friedenabkommens zwischen den USA und Iran wieder gestiegen, nachdem sie zuvor unter Druck gestanden hatten. Die steigenden Preise für Minderungen dämpfen dabei den Rückgang der inländischen Preisniveaus für Kraftstoffe im Großhandel. Die Preise für Dieselkraftstoff in Deutschland sind zwischen dem 11. und 17. Juni um etwa 8,70 €/100 l zurückgegangen - hauptsächlich, weil zugrundeliegende ICE Gasoil Futures gesunken sind. Der Preisrückgang wurde jedoch dadurch gemildert,dass die in den Großhandelspreisen enthaltenen Erfüllungskosten für die THG-Quote im gleichen Zeitraum um etwa 1,20 €/100 l angestiegen sind (siehe Grafik). Ohne den Anstieg der THG-Erfüllungskosten wären die Großhandelspreise wahrscheinlich entsprechend stärker gesunken. Auslöser für den Anstieg der THG-Erfüllungskosten sind ebenfalls die jüngste Aufwärtsbewegung der ICE Gasoil Futures, der infolge der geopolitischen Entspannung einsetzte. Günstigere Preise für Gasöl veranlassten Marktteilnehmer, sich wieder verstärkt mit fossilen Kraftstoffen einzudecken anstelle von Biokrafstoffen. Der erhöhte antizipierte Absatz fossiler Produkte in Deutschland erhöht bereits jetzt die Nachfrage nach THG-Minderungen, um die Vorgaben der Quote zu erfüllen und ließ so Preise für Minderungen steigen. Vor der Ankündigung hatten hohe ICE Gasoil Futures und niedrige Prämien für hydrierte Pflanzenöle (HVO) im Handelszentrum Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA) die Wirtschaftlichkeit physischer Erfüllungsoptionen, wie Biokraftstoff verbessert. Insbesondere die Beimischung von fortschrittlichem HVO war im Vergleich zum Zukauf von THG-Minderungen attraktiver geworden. Dies resultierte in einer geringeren Nachfrage für Minderungen der Kategorie "Andere" des aktuellen Erfüllungsjahres und dämpfte deren Preisniveau (siehe Grafik). Mit dem jüngsten Preisrückgang der ICE Gasoil Futures hat sich dieses Verhältnis jedoch wieder umgekehrt. Die relative Attraktivität der physischen Beimischung hat durch höhere Prämien in ARA abgenommen, wodurch Marktteilnehmer verstärkt auf den Kauf von Minderungen ausweichen. Von Ricco Schalamon und Marcel Rothenstein Deutsche THG-Minderung, ICE Gasoil Futures THG-Erfüllungskosten und Inlandspreise für Diesel Senden Sie Kommentare und fordern Sie weitere Informationen an feedback@argusmedia.com Copyright © 2026. Argus Media group . Alle Rechte vorbehalten.
















